• JO.

...im Schlaf - Für eine entspannte Bettruhe.

Aktualisiert: 6. Dez 2018

Kennen Sie das? Wie wichtig der Fuß ist, merkt man, wenn die Schuhe drücken. Mit dem Schlaf ist es genauso – wer gut schläft, macht sich über Schlafen keine Gedanken. Wenn man aber nicht gut oder gar nicht mehr schlafen kann, wird der Leidensdruck groß, und der Schlaf wird zum alles beherrschenden Thema. Nur was hilft?



Was passiert, wenn wir schlafen?

Schlaf ist eine sehr persönliche und intime Angelegenheit. Im besten Fall schlafen wir täglich, und stehen morgens erholt und frisch auf. Das ist statistisch am wahrscheinlichsten, wenn wir in einer gesunden Beziehung leben und einen gesunden Lebensstil pflegen. Dazu sollte man nicht im Schichtdienst arbeiten müssen und wenig Sorgen mit sich herumtragen, denn finanzielle Sorgen oder kranke Angehörige beschäftigen rund um die Uhr.


Wie sieht gesunder Schlaf aus?

Nachts durchlaufen wir in der Regel fünf Schlafzyklen, die immer aus gleichen Schlafphasen bestehen. Der erste, oberflächliche Schlaf ist die Leichtschlafphase, in der die Muskeln entspannen. Aus diesem Schlaf besteht etwa die Hälfte der Nacht. Darauf folgt die wichtige Tiefschlafphase, in der Blutdruck und Körpertemperatur sinken. Die Atemfrequenz und der Herzschlag werden langsamer, die Augen bewegen sich nicht. Der Schläfer ist kaum aufzuwecken, dies ist der erholsamste Schlaf. Darauf geht der Schläfer über in die Traumschlafphase, in der sich die Augen schnell unter den Lidern bewegen – die REM-Phase (steht für Rapid Eye Movement). Das Nervensystem ist besonders aktiv, und alle Muskeln sind erschlafft. In dieser Phase träumen wir und sind sehr leicht zu wecken.


Was sind Schlafstörungen und schlechter Schlaf?

Derzeit schlafen wir in Deutschland im Durchschnitt etwa 7 Stunden, das sind 2 Stunden weniger als noch vor 300 Jahren. Was in allen Schlafkulturen, trotz überraschend großer Unterschiede die Schlafgewohnheiten betreffend, immer übereinstimmt, ist die Dunkelheit, in der geschlafen wird. Wenn das Licht weniger wird, produziert die winzige Zirbeldrüse (Epiphyse) das Schlafhormon Melatonin.

In der Dämmerung und in der Nacht wird das Blut mit Melatonin geflutet, der Stoffwechsel fährt runter, wir werden müde, Blutdruck und Körpertemperatur werden weniger. Der Thalamus im Gehirn agiert dann praktisch wie ein Türsteher, der Reize und Informationen nicht ins Bewusstsein einlässt. Das Gehirn arbeitet im Schlaf auf Hochtouren, es wird verarbeitet, sortiert und aufgeräumt, ähnlich wie Defragmentierungen im PC. Der restliche Körper, ähnlich einer lähmungsgleichen Starre, arbeitet ebenfalls – Zellregeneration, Muskelwachstum, das Immunsystem arbeitet – es finden permanente Inspektionsarbeiten statt. Am frühen Morgen beginnt die Nebennierenrinde Cortisol zu produzieren, ein Stresshormon, das uns wachmacht und wachhält und den Schlaf beendet.

Wenn unser Schlaf gestört ist, befinden wir uns in einem Teufelskreis. Wer nachts wachliegt, weiß, dass kleine Sorgen sich nachts in große verwandeln und Mitmenschen, die einen beschäftigen, zu Gespenstern werden. Der Stress führt zu Cortisolausschüttung, und dieses hält weiter wach. Kommt der Körper nicht zur Ruhe, lässt als Erstes die Konzentration nach und man wird fahrig, gereizt und zornig. Der Tag ist bereits gelaufen, bevor er angefangen hat.


Wie riskant sind Schlafstörungen?

Die Techniker Krankenkasse veröffentlichte 2017 einen umfassenden Schlafreport:

Wer zu wenig schläft, büßt Leistungsfähigkeit ein. Das Immunsystem ist geschwächt, die Aufmerksamkeit lässt nach – im Durchschnitt sind von Schlafstörungen Betroffene häufiger krank zuhause. Die Gefahr eines Unfalls nimmt zu, sowohl im Haushalt, auf der Arbeit wie auch im Straßenverkehr. Diabetes, Übergewicht, Depressionen und Angsterkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch Schlafstörungen begünstigt oder begünstigen sich gegenseitig. Wer unter hohem Blutdruck und Schlafstörungen leidet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, am Herzen zu erkranken. Wenn während der Nacht der Blutdruck nicht absinken kann, weil man wach ist und der tägliche Stress sich fortsetzt, leiden die Blutgefäße. Die Folge davon sind Ablagerungen, die sogenannte Arteriosklerose, die die Vorstufe des Herzinfarktes ist.

Das körperliche und seelische Gleichgewicht leidet ebenfalls, und die Gefahr, an Burn-Out zu erkranken, nimmt zu. Folgen des Schlafmangels gibt es schon früh, dieser gilt als ein Auslöser von Hyperaktivität bei Kindern. „Und so wie die Leistungsgesellschaft unausgeschlafene Erwachsene in den Burn-out treibe“, sagt der Freiburger Somnologe Dieter Riemann, „so sind einige Kinder mit ADHS vielleicht unerkannte Langschläfer, die nicht genug Zeit zum Schlafen bekommen.“ Genug liegt auf der Hand, um Schlafprobleme nicht zu lange auf die leichte Schulter zu nehmen.


Was sind die Ursachen?

Die Bandbreite der Schlafstörungen ist groß: Die ­Berufsverbände für Psychiatrie und Neurologie nennen sieben verschiedene Ursachengruppen:


• Psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen, Demenz, Angststörungen oder Abhängigkeiten

• Andere Gehirnerkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie, Gehirntumore, Schlaganfall-Folgen oder auch neurologische Erkrankungen wie das Restless-Legs-Syndrom

• Nächtliche Atmungsstörungen wie ­Schlafapnoe

• Sonstige Erkrankungen wie z.B. der Schilddrüse, des Stoffwechsels wie ­Diabetes oder chronische Erkrankungen, die zu Schmerzen oder Juckreiz führen

• Drogen wie Alkoholkonsum und ­Medikamente

• störende Schlafumgebung wie Lärm, Licht und Temperatur oder unregelmäßige Schlafenszeiten durch Schichtarbeit

• Psychosoziale Probleme wie Sorgen und Nöte


Bestehen Schlafstörungen an mehr als drei Nächten pro Woche über einen Zeitraum von mehr als einem Monat, sollten Betroffene die möglichen Ursachen mit ihrem Arzt abklären. In leichteren Fällen kann hier die Apotheke helfen.


Doch was hilft gegen Schlafprobleme?

Meiden Sie (grundsätzlich) Essen und Genussmittel, die Ihnen nicht Bekommen. Zumindest kurz vor dem Schlafengehen, denn diese sind wahre Unruhestifter. Und bewegen Sie sich! Sportliche Aktivitäten und ein gesunder Lebensstil sind die besten Voraussetzungen für einen guten Schlaf. Auch Schlafmittel helfen, haben aber einen schlechten Ruf.

Ich möchte Sie darüber aufklären, was neben den klassischen Präparaten ebenfalls eingesetzt werden kann, um den Schlaf zu verbessern: Ein altes Hausmittel ist die warme Milch mit Honig, vor dem Schlafengehen genossen. Milch enthält Tryptophan, eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Im Körper wird Tryptophan zu dem bereits erwähnten körpereigenen Melatonin umgebaut. Mit dieser natürlichen Wirkung arbeitet auch ein von uns empfohlenes Nahrungsergänzungsmittel mit Mikronährstoffen: Es führt dem Körper mehr Tryptophan zu als zwei Glas Milch, ergänzt mit Magnesium, Zink, nervenstärkenden, aktivierten B-Vitaminen und schlaffördernder Melisse.

Liegen die Ursachen Ihrer Schlafprobleme im Schnarchen oder Zähneknirschen dann finden Sie bei uns – als einzige Apotheke in Schleswig-Holstein – die seit 10 Jahren bewährten Produkte der Firma Schlaf-Laden. Sie mindern das Schnarchverhalten oder verhindern das Zähneknirschen in der Nacht. So stellt sich endlich der ersehnte erholsamere Schlaf ein.

Aber fangen Sie doch einfach an: Ein auf das Schlafen einstimmendes Ritual hilft, um runterzufahren und dem Körper zu signalisieren, dass jetzt Zeit für Ruhe ist. Wir führen in unserem Sortiment entspannende Aromabäder, die Ihre Sinne verwöhnen und Sie dabei unterstützen, vom Alltag abzuschalten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute Nacht!


Nautilus Apotheke Volker Jüngerich e.K. Holstenstraße 2 – 12 • 24103 Kiel Tel. 0431 – 90667140 www.nautilusapotheke.de


#nautilus #apotheke #schlafstörungen #schlafprobleme #medizin

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

© by Norddeutscher Medien Verlag