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Worte – wohlgesetzt mit Herz und Hand

Füllfederhalter von Montblanc verleihen handgeschriebenen Dokumenten unverwechselbaren Charakter, sind handwerkliche Meisterstücke und seit 100 Jahren ein echtes Stück Schreibkultur.



Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt einen Brief bekommen? Handgeschrieben auf schönem Briefpapier und jedes Wort ein Geschenk exklusiv an Sie? Und wann haben Sie Ihrerseits einen längeren Text jenseits der Einkaufsliste mit der Hand geschrieben? Ah, okay – die Liste schreiben Sie mit einer Notiz-App auf dem Smartphone. Und einen persönlichen Brief? Ach so, dafür gibt es ja WhatsApp und Konsorten. Tagebuch...? Oh, sie bloggen und haben einen Facebook-Account. Tja. Dabei gibt es kaum Persönlicheres als handgeschriebene Texte. Ein Klassiker ist der Brief. Der handschriftlichen Korrespondenz längst verstorbener Autoren oder Künstler werden ganze Bücher gewidmet, denken Sie etwa an Briefe berühmter Komponisten wie Franz Schubert oder Beethoven. Oder Liebesbriefe... Vielleicht haben Sie ja selbst welche geschrieben, bedeckt mit Tränenwölkchen auf der Füllerschrift oder gar zart mit Parfum besprenkelt? Und die Seiten unseres Tagebuchs fielen dann besonders krumm und krakelig aus, wenn uns das erste Mal das Herz gebrochen wurde – womöglich per Brief.

Heute sprechen wir Glückwünsche an digitalen Pinnwänden oder per Sprachnachricht aus. Dabei war es einmal normal, aus Anlass bevorstehender Feierlichkeiten den Füller zur Hand zu nehmen und eine sorgfältig ausgewählte Karte mit Bedacht zu beschreiben. Ja, sogar im Nachhinein sandten Beschenkte noch eine Postkarte zurück, um sich bei Gratulanten für Glückwünsche und Geschenke zu bedanken. Kurz: Der handgeschriebene Brief ist eine gute Sitte und Gepflogenheit, die durch Bildschirmwischen und Tastendrücken in Vergessenheit zu geraten scheint. Dabei ist das von Hand geschriebene Manuskript gegenüber Druckbuchstaben in Arial 12 Punkt absolut einmalig. Die Handschrift ist sogar beinahe so charakteristisch wie ein Fingerabdruck. Nicht umsonst gilt sie in Forensik und Kriminalistik als starkes Indiz und das geltende Recht schreibt auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung bisweilen die Schriftform vor, sprich: wenigstens die eigenhändige Unterschrift. In diesen Tagen, in denen wir viel Zeit zu Hause verbringen, sollten wir uns auf jene Gewohnheiten besinnen, für die wir uns früher Zeit genommen haben. Vielleicht greifen wir einfach wieder zu Füller und Papier und überraschen gerade in Wochen und Monaten, in denen wir uns nicht täglich sehen und möglicherweise auch Feiertage nicht gemeinsam verbringen dürfen, geschätzte Menschen mit handgeschriebener Post. Dabei geht es über den Ausdruck von Wertschätzung hinaus auch darum, die wertvolle Tradition der Schreibkultur aufrechtzuerhalten. Vorausgesetzt, wir benutzen das richtige Schreibgerät, ist schon der Prozess des Schreibens an sich eine wahre Freude.

Denn ein hochwertiger Füllfederhalter ist Ergebnis feiner Handwerkskunst, wie etwa solche aus dem Hause Montblanc. Bereits 1924 schuf Montblanc ein Schreibgerät, das zu einer Ikone der Schreibkultur avancieren sollte – das Montblanc Meisterstück.


Die Geschichte des Füllfederhalters von Montblanc beginnt schon 1906 mit dem Wunsch, ein Gerät zu entwickeln, das die Kunst des Handschriftlichen revolutionieren sollte. Inspiriert von US-amerikanischen Innovationen der Mechanik, schlossen sich der Hamburger Kaufmann Alfred Nehemias, der Ingenieur August Eberstein und der Unternehmer Claus Voss zusammen, um ihre Idee wahr werden zu lassen: ein klecksfreies Schreibgerät. Damit und mit ihrem ursprünglich „Simplo Filler Pen Co“ genannten Unternehmen legte das Trio den Grundstein für die heute international renommierte Marke Montblanc. Bereits 1909 schufen sie ein frühes Premiumschreibgerät, den sogenannten „Rouge et Noir“ Sicherheitsfüller. Nur ein Jahr später tauften sie das stetig wachsende Unternehmen auf den Namen Montblanc um. Als Namensgeber diente ihnen der gleichnamige, in den Alpen gelegene Berggipfel, um ihrem Verständnis von Hochwertigkeit und ihrem Streben nach Leistung, Innovation und feinstem Handwerk Ausdruck zu verleihen. Der sechseckige weiße Stern, der symbolisch für die sechs schneebedeckten Gipfel des Bergmassivs steht, ist Markenemblem und findet und sich auf allen Montblanc- Schreibgeräten.

Die meisten der mehr als 200 Arbeitschritte werden von Hand ausgeführt

Die Hamburger Montblanc Manufaktur für Schreibgeräte fertigt seit beinahe 100 Jahren den vermutlich bekanntesten Füllfederhalter der Welt. Viele der mehr als 200 einzelnen zu seiner Herstellung nötigen Arbeitsschritte zu seiner Herstellung blieben bis heute nahezu unverändert. Die meisten davon führen die Mitarbeitenden noch heute von Hand aus, etwa die Gravuren der 18K-Goldfeder, das Schleifen ihrer festen Iridiumspitze, den sorgsam auszuführenden, tinteleitenden Federschlitz, das Polieren aller Oberflächen bis hin zum Testen des fertigen Schreibgerätes: Dabei zeichnet ein erfahrener Schreibexperte flie- ßende Kreise und kräftige, gerade Linien und achtet dabei auf das Schriftbild, das Schreibgefühl und sogar auf den richtigen Klang der Feder auf dem Papier.


Und weil die Feder das Herzstück eines jeden Füllfederhalters ist, bietet Montblanc seit 2011 auf die einzigartige Federführung des späteren Eigentümers abgestimmte Feder-Spezialanfertigungen an: Service- Mitarbeiter ausgewählter Montblanc-Boutiquen weltweit zeichnen dafür softwaregestützt die wichtigsten Charakteristika der persönlichen Handschrift auf und senden die Daten an die Hamburger Manufaktur, wo geschulte Montblanc-Kunsthandwerker die Federn von Hand fertigen und auf Wunsch mit dem Namen der Kund*innen gravieren.

Neben der Manufaktur für Schreibgeräte in Hamburg gibt es heute auch zwei Uhrenmanufakturen in der Schweiz, eine Ledermanufaktur in Florenz und ein Designstudio in Paris. Montblanc beschreibt seine hoch qualifizierten Kunsthandwerker*innen als „Soulmakers“.

Der Grund: Schon bevor ein Montblanc Schreibgerät, eine Uhr, eine Ledertasche oder ein Schmuckstück in den Besitz einer wertschätzenden Person gehe und zu einem lebenslangen Begleiter werde, habe jedes dieser Produkte im Verlauf seiner Fertigung eine eigene Seele erhalten. Nehmen wir die Aufforderung am Beginn dieses Textes noch einmal wörtlich: Wer die Hand aufs Herz legt, wirbt um Vertrauen, drückt Dankbarkeit und Verlässlichkeit aus, schafft eine emotionale Verbindung zum Gegenüber. Die Handschrift macht eben das und – passend zum edlen Schreibwerkzeug aus dem Hause Montblanc – vielleicht ja auch auf edlem Papier. Aber das ist eine andere Geschichte...


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