• JO.

OOPS... ist mir das unangenehm!



Antworten auf diskrete Fragen.

Ein Held im Alltag zu sein bedeutet auch, kleine und große Hürden zu meistern. Wir alle wissen, dass das Leben uns manchmal Überraschungen präsentiert, auf die wir so nicht vorbereitet sind. Wir widmen uns diesmal den unangenehmen Situationen, die uns peinlich sind, in denen wir uns genieren und uns manchmal eher selbst im Weg stehen. Sich Hilfe zu holen erfordert Überwindung und Mut – Zutaten, die uns im Alltag wachsen lassen und den Alltagshelden in uns fordern:


Erektionsstörungen

Woran liegt´s, wenn er schlapp macht?

Um zu verstehen, wie und wieso das Stehvermögen gestört wird, schauen wir uns an, wie eine Erektion entsteht:

Eine Erektion entsteht durch einen erotischen Reiz, der bis in den Schwellkörper vordringt, der dann mit Blut „geflutet“ wird. Der Beckenboden unterbindet den Blutrückfluss und hält die Schwellung. Wenn eine Erektion mal nicht zustande kommt oder nicht gehalten werden kann, ist das erstmal normal und kommt vor. Denn Alltag, Sorgen oder Belastungen sind Stressfaktoren, die dazu führen, dass der Kopf nicht frei ist und auf der Reizautobahn zwischen Hirn und Hose Ablenkungen auftreten. Trotzdem kann aber auch passieren, dass Erektionsstörungen zum Problem werden, weil sie öfter auftreten. Und Achtung, länger auftretende, andauernde Potenzprobleme sind oft ein Warnhinweis: Durchblutungsprobleme treten auch in anderen Körperregionen auf; Schlaganfälle und Infarkte bei Männern werden nicht selten vorher mit Potenzproblemen angekündigt. Man(n) darf nicht vergessen, dass Sexualität zu unserer Gesundheit gehört.


Manche Medikamente belasten die Manneskraft wie etwa Betablocker, die gegen Bluthochdruck verordnet sind. Wichtig für ein aktives Sexualleben ist das männliche Hormon Testosteron, denn es ist für die Lust und Leistungsfähigkeit (mit) verantwortlich. Klar spielt auch das Alter eine Rolle – ab dem 35. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel jährlich um 1-2%, und mal ehrlich: wer lebt tatsächlich so gesund, meidet Alkohol, ist supersportlich und ernährt sich nach Lehrbuch? Denn genau so wirkt man dem schnellen Sinken des Testosterons entgegen. So entsteht ein ziemlich komplexes Zusammenspiel aus vielen Faktoren. Das macht es ziemlich schwierig herauszufinden, wo die Ursachen liegen und Potenzprobleme lassen nicht wenige Männer an sich selbst zweifeln und noch mehr Stress entstehen. Die Belastung, sich Rat zu suchen, ist im Nachhinein oft grösser als die Überwindung, sich an einen verständnisvollen Gesprächspartner zu wenden. Finden Sie für sich heraus, ob es Ihnen leichter fällt, mit jemand nahestehendem wie dem Partner oder der Partnerin zu sprechen, dem Arzt des Vertrauens, mit einer neutralen Person oder mit uns.


Harnwegsinfekt

Jede zweite Frau kennt das: Man muss zur Toilette, es brennt beim Wasserlassen, der ganze Unterleib schmerzt – und das andauernd, dann sind das die Symptome eines Harnwegsinfekts. Wieso sind Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer? Die Anatomie der Frau macht aus Harnröhre und Blase eine kapriziöse und empfindliche Gegend. Eine kurze Harnröhre von nur ca. 4 cm in der Nähe von Vagina und Darmausgang ist der ideale Nährboden für zumeist bakterielle Eindringlinge, die sich dann schmerzhaft bemerkbar machen.


Wann sind Frauen besonders anfällig für eine Blasenentzündung? Der häufigste Auslöser einer Blasenentzündung sind Escheria coli-Bakterien, die im Darm leben und dort – zumindest die meisten dieser Art – nützlich sind (Beispielsweise produzieren sie für uns Vitamin K.) Unter bestimmten Bedingungen und Lebensphasen können sich Kolibakterien aber auch weiter ausbreiten, und dann ist eine Frau besonders anfällig für eine Harnwegsentzündung. Wenn das Immunsystem geschwächt ist durch zu viel Stress, weitere Erkrankungen oder man sich «nur verkühlt» hat, dann reicht das oft, und es beginnt zu brennen und zu schmerzen. Eine gestörte Darm- und/oder Scheidenflora ist auch ein Nährboden für Bakterien, die die Blase besiedeln können.


Wenn sich die der Hormonhaushalt verändert, bei einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, kann es durchaus passieren, dass das empfindliche Milieu bis zur Blase irritiert und anfällig ist für Bakterien. Die haben auch gute Chancen, wenn quasi neue Eindrücke verarbeitet werden müssen – nicht selten sind Frauen mit einer Blasenentzündung geplagt, wenn ein neuer Geschlechtspartner auch neue Keime ins Haus bringt, was dann als «honeymoon disease» bezeichnet wird. Wechseljahres- oder krankheitsbedingt kann die Blase absinken und den Weg für infektionsverursachende Bakterien in die Blase erleichtern.


Was hilft, wenn es einen erwischt hat?

Je nach Ursache und Stärke des Harnweginfekts helfen Aufbau und Pflege der Scheidenflora mithilfe von Ernährung, Nahrungsergänzungen, Cremes und Zäpfchen sowie spezielle Tees für Blase und Nieren. Auch entzündungshemmende Schmerzmittel sind hilfreich, manchmal lässt sich aber die Antibiotikagabe nicht vermeiden. Und spätestens dann ist es sinnvoll, die Vaginalflora zusätzlich zu stärken und aufzubauen mit speziellen Kuren. In jedem Fall sollten Sie, wenn Sie länger als ein paar Tage sich mit einem Harnwegsinfekt plagen oder Blut im Urin ist, dringend einen Arzt aufsuchen.


HIV und Aids - Der Schnelltest

Manchmal muss man's einfach wissen. Gerade nach einer Risikosituation ist es wichtig, Gewissheit zu haben, dass nichts passiert ist. Wenn man nicht weiß, ob man sich mit HIV infiziert hat, wenn man sich in einer Teststelle oder beim Arzt nicht offenbaren möchte, wenn man sich bisher nicht getraut hat, kann man jetzt zum Beispiel bei uns in der Apotheke einen HIV-Schnelltest kaufen. Dieser gibt zuverlässig Auskunft, ob man Antikörper oder keine Antikörper gegen das Virus gebildet hat. Daher eignet er sich für Personen, deren Risikosituation mindestens 12 Wochen zurückliegt – so lange benötigen Antikörper, bis sie ausreichend gebildet sind, um nachgewiesen zu werden. Wie funktioniert der Test? Die Antikörper werden im Blut nachgewiesen. Mithilfe einer mitgelieferten «Pieksvorrichtung» gelangt das Blut in das Testgerät, das nach spätestens 20 Minuten anzeigt, ob Antikörper vorhanden sind. Eine zusätzliche Kontrollanzeige zeigt an, dass der Test intakt ist und funktioniert.

Nautilus Apotheke – wir sind Ihr Gesundheitslotse.


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