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KINDER SUCHEN PFLEGEELTERN

Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen zur Seite stehen, ihnen Orientierung geben und sie beim Heranwachsen unterstützen. Sind die leiblichen Eltern vorübergehend oder dauerhaft nicht dazu in der Lage, springen einfühlsame Pflegeeltern ein. Und die werden dringend gesucht.


Hilfe in Krisen und Notsituationen Die Gründe, die zu einer Unterbringung in einer Pflegefamilie führen können, sind vielfältig und sehr unterschiedlich“, erklärt Jochen Schepp, Leiter des Kinder- und Jugendhilfedienstes der Landeshauptstadt Kiel. So gehören vorübergehende Notsituationen, beispielsweise bedingt durch die Coronakrise, genauso wie eine plötzliche Erkrankung der leiblichen Eltern, aber auch Vernachlässigung oder Gewalt in der Familie dazu. In solchen Fällen hilft eine Pflegefamilie aus. Die Pflegeeltern sollen zu den Kindern eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen und ihnen die Unterstützung geben, die ihnen fehlt. Dafür sucht der Pflegekinderdienst der Landeshauptstadt Kiel ständig Menschen, die sich diese Aufgabe vorstellen können.

Die potentiellen Pflegeeltern sollten:

  • Freude am Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen haben

  • Zeit und Platz für ein Kind haben

  • In gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen leben

  • Über viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit verfügen

  • Bereit sein, eng mit den Herkunftseltern und dem Pflegekinderdienst zusammenzuarbeiten

Begleitung bei allen Fragen Die Mitarbeitenden des Pflegekinderdienstes der Landeshauptstadt Kiel stehen dabei als ständige Ansprechpartner*innen begleitend zur Verfügung: von der Entscheidung, ein Pflegekind aufzunehmen bis zur gesamten Zeitspanne des Pflegeverhältnisses. Um erste Fragen abzuklären, genügt ein Anruf. Und wer möchte, kommt zu einem der Informationsabende. Anschließend werden die Absich- ten und die damit verbundenen Erwartungen besprochen.


In einem Interview berichtet eine Pflegemutter von ihren Erfahrungen und erklärt: „Ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen den Mut aufbringen, ein Kind in Pflege zu nehmen. Man muss ins kalte Wasser springen und es einfach versuchen. Als Pflegeeltern braucht man viel Geduld, Gelassenheit und natürlich viel Liebe – ohne Wenn und Aber. Wir haben unsere Kinder mit offenem Herzen aufgenommen. Manchmal ist es schwer, das will ich nicht bestreiten. Aber die Kinder geben einem unwahrscheinlich viel wieder. Die Angst, es nicht zu schaffen, ist unbegründet. Man wächst mit der Aufgabe und kriegt von allen Seiten viel Unterstützung. Unsere Familie, Freunde und unsere Chefs – alle machen toll mit. Lotta und Finn sind Enkelkinder, Geschwister, Freunde und Nachbarn. Es besteht kein Unterschied zwischen Pflegekind oder leiblichem Kind. Wir führen ein ganz normales Familienleben: mit Freunde treffen, Hausaufgaben machen und auch mal Geschwistergezänke.“

 

Einzelgespräche und Infoveranstaltung: Wie wird man eine Pflegefamilie? Die nächste Informationsveranstaltung im KulturForum ist für Mittwoch, 16. März, 19 Uhr geplant. Außerdem können Termine für Einzelgespräche über die Voraussetzungen für die Aufnahme von Pflegekindern und über die unterschiedlichen Pflegeformen vereinbart werden: Tel. 0431 - 901-3640 oder pflegekinderdienst@kiel.de. Darüber hinaus bietet der Pflege- kinderdienst der Landeshauptstadt Kiel Informationen zum Thema auf seiner Internetseite kiel.de/pflegekinderdienst an.

 

Informationen zum Thema Pflegefamilien: Landeshauptstadt Kiel/Pflegekinderdienst

Edda Lilienfein Speckenbeker Weg 53b-d • 23113 Kiel

Tel. 0431 - 901-3640 E-Mail: pflegekinderdienst@kiel.de www.kiel.de/pflegekinderdienst

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