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Probier ´mal Microgreens!

Geballte Vitaminpower für die Winterzeit von der Verture Farm



Nicht mehr lang und die kalte Jahreszeit bricht an. Dann gibt es wieder leckere Lebkuchen, Bratäpfel, Zimtsterne, Nusstaler und ehrlicherweise viel zu wenig Gesundes auf unseren Tellern. Dagegen helfen echte Vitaminbomben von der Verture Farm: die Microgreens.


Woher der Name?

Vertikale und zukunftsorientierte Landwirtschaft / Vertical Future Farming kurz Verture Farm

„Verture Farm”, das ist der Name des Start-Ups von Felix Doobe aus Kiel, Mönkeberg. Dahinter verbirgt sich nicht etwa ein kreatives Online-Spiel oder der Titel des neuesten Science-Fiction-Films, sondern ein revolutionäres Anbau-Konzept – Vertical-Farming. Der studierte Elektrotechniker baut Pflanzen auf mehreren, übereinander liegenden Ebenen an. In seinem drei Quadratmeter großen Gewächshaus kann er so mit sechs Flächen auf achtzehn Quadratmetern anbauen. Die vertikale Anordnung ist nicht nur äußerst platzeffizient, sondern macht den Prozess auch sehr flexibel. „Es ist so angelegt, dass ich einzelne Schalen habe, in denen ich anpflanze. Die kann man überall hinstellen, keine Sorte hat einen festen Platz. So wie sie rein kommen ins Gewächshaus, stehen sie auch.”, erklärt der Pflanzenzüchter. Der zweite Teil des Namens kommt, passend für dieses innovative Konzept, vom englischen Wort „future”.


Entstanden ist die Idee nach einem an der Finanzierung gescheiterten Versuch LED Pflanzenlampen herzustellen und zu vertreiben. Glück im Unglück, denn diese Lampen dienen Felix Doobe heute besonders Energie effizient für seine Microgreens.


Was sind Microgreens?

Microgreens – Keimlinge oder auch Keimgrün zu Deutsch – sind zehn bis zwölf Tage alte Jungpflanzen in der Wachstumsphase nach den Sprossen. „Micro” beschreibt dabei die winzige Größe bei der Ernte, „Greens” die umfassende Palette an Kräutern, Gemüse- und Gewürzpflanzen, die angebaut werden. „In den Microgreens steckt die geballte Energie der Saatgut. Die ganzen Zellen sind zusammengedrückt in der kleinen Pflanze und später, wenn

sie wachsen, strecken sich die Zellen nur noch.”, erklärt Felix Doobe. Im Vergleich zu ausgewachsenen Gewächsen besitzen Microgreens deshalb bis zu zehn mal mehr Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Des Weiteren haben sie mehr Chlorophyll,

was sie sogar noch gesünder macht als Sprossen. „Eine kleine Energiebombe.”, sagt der Gründer der Verture Farm. Auch im Geschmack sind die Pflänzchen wahre Naturtalente – knackig, frisch und mit sehr intensivem Aroma.

EINE KLEINE ENERGIEBOMBE!

Was wächst auf der Verture Farm?

Momentan wachsen in dem drei-Quadratmeter-großen Gewächshaus Sonnenblumen, rote Radieschen, Daikon-Rettich, Erbsen, Brokkoli und Senf Keimlinge. Demnächst kommen Koriander und Kichererbsen dazu. Eine große Vielfalt, die sich auf bis zu 54 Pflanzschalen verteilt. Felix Doobe versucht dabei immer wieder neue Sachen auszuprobieren: „Ich möchte gerne drei bis vier Gewürze vorrätig haben sowie sechs bis sieben Gemüse-Sorten.“


Wie kommen die Microgreens vom Gewächshaus zu mir nach Hause? Die Bestellung der Wunder-Keimlinge läuft aktuell über Marktschwärmer Kiel (JO. be- richtete). Die gewünschte Menge und Sorte kann über die Marktschwärmer-Website bestellt, bezahlt und an zwei Standorten in der Stadt abgeholt werden. Das Ziel ist es regional und kundennah den Direktvertrieb zu nutzen. Bald soll es Microgreens auch auf dem Wochenmarkt auf dem Exerzierplatz geben.


Die Zukunft der Verture Farm

Derzeit ist Felix Doobe ungefähr 10 Stunden die Woche mit den Microgreens beschäftigt – einweichen, aussähen, ernten, verkaufen. In Zukunft möchte er auf Automation setzen: „Da kommt der Elektrotechniker in mir durch. Ich möchte das ganze computergesteuert betreiben, sodass die Pflanzen mit Hilfe von Sensoren automatisch begossen werden. Dann bleibt für mich nur noch das Säen und Ernten.” Gerade ist der Microgreens-Züchter dabei den ersten Indoor-Room auszubauen, damit die Produktion im Winter weitergehen kann.


Auch soll in Zukunft die Bestellung über die Website der Verture Farm laufen. Kund*innen können das gewünschte Superfood dann bequem von zuhause auswählen und zu einer Verteilerstelle liefern lassen. Hierfür plant Felix Doobe ein Kooperations-Netzwerk mit kleinen, in der Stadt verteilten Läden aufzubauen. Das gibt lokalen Läden die Chance an seiner Idee teilzuhaben und nebenbei auch neue Kund*innen zu gewinnen. Dieses Ziel erreicht er, indem Leute, die den Laden vielleicht vorher nicht kennen, hineingehen und diesen kennen lernen, um sich ihre Microgreens aus dem Kühlschrank zu nehmen. Dabei muss es sich nicht einmal um Lebensmittelgeschäfte handeln.


„Ein Freund von mir hat beispielsweise einen Plattenladen, meine Cousine hat ein Café.”, sagt Felix Doobe. Die Verteilung soll durch ein dynamisches Abo laufen, welches Kund*innen auf der Verture Farm-Website abschließen können. Dynamisch deshalb, damit sie das Abo auch mal eine Woche oder zwei aussetzen können, sollte mal Bedarf sein.

So kann Felix Doobe im Vorweg planen und seine Produktion den bestellten Mengen anpassen. „Die Microgreens sind acht Tage haltbar, wenn ich zu viel produziere, ist es schade den Überschuss wegzuwerfen.”


Wie verarbeitet man Microgreens?

Am besten verzehrt man die Jungpflanzen frisch. Ob auf Pasta, im Quark, auf Frisch- käse, Salaten, Burgern oder als eigenständiger Salat – Kreativität ist gefragt. Microg- reens sind abwechslungsreiche Begleiter, um jedem Gericht einen geschmackvollen Vitaminkick zu geben, besonders in den kalten Jahreszeiten.


Verture Farm • Söhren 25 24248 Mönkeberg • www.verture-farm.de • Instagram: verture_farm


Aktuell gibt es zwei Größen der Gemüse Microgreens. Einmal die 40 Gramm Packung für 2 Euro und die 100 Gramm Packung für 4 Euro. Die 100 Gramm Packungen gibt es bis jetzt nur in den Sorten rote Radieschen und Sonnenblumen. Die 40 Gramm Packung gibt es für alle Sorten (Radieschen rot, Sonnenblumen, Brokkoli, Senf, Erbsen, Daikon Rettich). Neu dazu kommt Koriander als erster Gewürz-Microgreen. Hier liegt der Preis für 20 Gramm bei 2 Euro. Die Gewürze sind sehr ergiebig. Wenn man davon ausgeht, dass die kleinen Energiebomben 10mal mehr Vitamine und Nährstoffe haben, ergibt sich aus 100 Gramm rote Radieschen Microgreens 1 Kilogramm Radieschen. Ein Salat mit 200 Gramm Microgreens entspricht folglich 2 Kilogramm Gemüse.

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